Eine Weile nichts tun, nur absichtslos da sein,
heißt wach werden für die Sättigung Gottes.
Johannes vom Kreuz (1542-1592)

Kursprogramm

Von den Füßen bis zum Kopf - Im Leben sein!

Eutonie: Bewegungen neu erleben – Spannungen behutsam lösen - eigene Kraftquellen entdecken

Auf sensible und achtsame Weise werden durch Körperübungen äußere und innere Bewegungen angeregt. Die Aufmerksamkeit wird gezielt in unterschiedliche Körperbereiche gelenkt, um so die eigenen Bewegungs- und Wahrnehmungsgewohnheiten bewusst zu erleben.

Basierend auf klaren anatomischen Grundlagen, wird mit Hilfe der Eutonie der Körper zur Selbstregulation eingeladen: Muskeln, Sehnen, Faszien entspannen sich, Nerven haben Platz und Gelenke erleben ihren Spielraum für schmerzfreie Bewegungen. Die neu erfahrenen Körperzusammenhänge führen zu einer ausgewogenen und regenerierenden Wohl-Spannung von Körper, Geist und Seele. Dies erleichtert Ihnen im Alltag das eigene Tempo, das eigene Maß sowie die eigene Bewegungsökonomie zu finden, zu achten und zu leben.

Die Eutonie ist für Menschen jeden Alters geeignet. Wir üben vorwiegend im Liegen, jedoch auch im Sitzen, Stehen und Gehen.

Eutonie - Im Leben sein - Erfrischt von den Füßen bis zum Kopf!

Begleitung: Daniela Hoffmann, Physiotherapeutin, Eutoniepädagogin u. -therapeutin
Datum: Fr. 18. Mai 2018 18:00 Uhr - So. 20. Mai 2018 13:00 Uhr
Kosten: Kurs 100,00 € / Pension 110,00 €

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  • Johannes vom Kreuz

    Johannes vom Kreuz (1542-1591) ist einer der großen Meister karmelitanischer Spiritualität.

    In seinen Werken beschreibt er den Prozess der Einswerdung mit Gott als einen Weg des Loslassens, der durch die dunkle Nacht unserer Zweifel und Ängste, unserer Selbstbehauptung und Egozentrik hindurch zur göttlichen Liebe führt – sie ist Sinn, Ziel und Erfüllung unserer menschlichen Sehnsucht.

    Die dunkle Nacht

    In einer dunklen Nacht
    von Sehnsucht getrieben, in Brand gesteckt von Liebe,
    - o glückliche Fügung! -
    entfloh ich, ohne bemerkt zu werden,
    als schon das Haus um mich in Stille lag,

    im Dunkeln, sichren Fußes
    über die geheime Leiter, tief ins Gewand gemummt,
    - o glückliche Fügung! -
    im Dunkeln und wachsam angespannt,
    als schon das Haus um mich in Stille lag,

    in jener glückseligen Nacht,
    heimlich, daß mich niemand sah
    - auch ich selbst nahm nichts wahr -,
    ohn’ andres Licht, den Weg zu leuchten,
    als das nur, das im Herzen brannte;

    das führte mich
    sichrer als das Licht der Tagesmitte
    dorthin, wo mich erwartete,
    um den so tief ich weiß,
    dorthin, wo niemand uns belauerte.

    O Nacht, die du den Weg geleuchtet!
    O Nacht, liebenswerter als das Morgendämmern!
    O Nacht, die du zusammenbrachtest
    den Geliebten und die geliebte
    in den Geliebten umgestaltete Geliebte!

    An meiner Brust, aufgeblüht zu neuem Leben,
    die nur für ihn sich aufbewahrte,
    da ruht’ er schlafend,
    und ich liebkoste ihn,
    und Zedern fächelten ihm Wind.

    Der Wind von den Zinnen her
    - als zärtlich er sein Haar durchwehte -
    mit seiner sanften Hand
    streifte meinen Hals,
    und alle meine Sinne schwanden.

    Ich blieb und ich vergaß mich,
    das Antlitz neigt’ ich über den Geliebten,
    alles um mich verlosch, ich ließ mich los,
    ließ los meine Sorgen,
    zwischen den Lilien war es vergessen.

    ( Johannes vom Kreuz)

    Übersetzung: Reinhard Körner