Die Grenze seiner Liebe ist, dass sie keine hat.
Thérèse von Lisieux (1873-1897)

Verlegung neuer Stolpersteine in Mainz

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte am Montag, 5. September 2016, um 11.30 Uhr weitere Stolpersteine. Er begann im Eisgrubweg 19/21. Weitere Verlegestellen waren Emmerich-Josef-Straße 3, Kaiserstraße 24, Karmeliterstraße 7, Kaiserstraße 53, Jakob-Dieterich-Straße 5, Hindenburg-Straße 53, Moselstraße 7.

Die "Stolpersteine" erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus: Juden, Menschen aus dem Widerstand, Homosexuelle, Euthanasieopfer und andere religiöse und ethnische Gruppen. Dieses europäische Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig ist mittlerweile das größte dezentrale Denkmal weltweit. In mehr als 1.000 Orten Deutschlands und Europas wurden mehr als 55.000 Stolpersteine verlegt.

Gunter Demnig verlegt Stolpersteine seit dem Jahr 2000. Mit Bronze verkleidete Pflastersteine werden im Bürgersteig vor dem Haus verlegt, das die Opfer als letzten Wohnsitz frei gewählt hatten. Name und Geburtsjahr, Datum der Verhaftung, der Deportation und der Ermordung werden eingeprägt. Wer die kleinen Inschriften auf dem Gehweg lesen will, muss sich bücken und macht mit dem Neigen des Kopfes eine Verbeugung vor dem Opfer. In Mainz (inklusive Mainz-Kastel) wurden seit dem Jahr 2007 bereits 124 Stolpersteine und eine Stolperschwelle verlegt.

Gegen 12.30 Uhr wurde im Rahmen einer kleinen Zeremonie vor unserem Mainzer Kloster auch ein Stolperstein in Erinnerung an Br. Raphael Tijhuis verlegt. Der Prior des Mainer Karmelitenklosters P. Rigobert Beck O.Carm. begrüßte den Künstler Gunter Demnig, den Provinzial P. Dieter Lankes O.Carm. und alle Anwesenden. In einer kurzen Ansprache erinnerte er an Br. Raphael Tijuis. Währenddessen verlegte Gunter Demnig den Stolperstein. Nach der Verlegung des Stolperstein sprach Provinzial P. Dieter Lankes ein Gebet. P. Kleophas Londeman schilderte in wenigen eindrucksvollen Sätzen, wie er Br. Raphael als Mitbruder in Mainz erlebt hat und legte eine Rose nieder. Nach einem kurzen Musikstück legte Provinzial P. Dieter Lankes eine zweite Rose nieder für all diejenigen, für die heute ein Stolperstein verlegt wurde und für alle Opfer des Nationalsozialismus.

Hier die Lebensdaten von Br. Raphael Tijhuis:

10.10.1913 geb. in Rijssen. Eltern Hermann Tijhuis und Aleida Maria, geb. Altink
25.01.1932 als gelernter Maler Eintritt in das Karmelitenkloster Boxmeer;
Ordensname: Bruder Raphael
30.08.1933 Zeitliche Profess
04.09.1934 Versetzung ins Mainzer Karmelitenkloster
08.09.1936 Feierliche Profess
10.05.1940 Deutscher Überfall auf die Niederlande
25.07.1940 Festnahme durch die Gestapo
30.10.1940 Verurteilt wegen Verstoßes gegen das „Heimtückengesetz“
Ab 08.11.1940 Haft in der JVA Frankfurt-Preungesheim
31.01.1942 Verlegung ins Staatspolizeigefängnis Darmstadt
13.03.1942 Ankunft im KZ Dachau
29.04.1945 Befreiung aus dem KZ Dachau
1947 Im Konvent Aalsmeer, dann Nijmegen
1947 Pförtner im Collegio S. Alberto, Rom
August 1979 Rückkehr nach Mainz
05.06.1981 gest. nach schwerem Herzanfall, begr. In Zenderen

Fotogalerie: Br. Raphael Tijhuis


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    Ulrich Tukur (Hrsg.), Das Hohe Lied der Liebe
    Gebundenes Buch, Pappband, 76 Seiten, 19,8 × 25,0 cm
    Mit 37 Fotos, Audio-CD
    Gütersloher Verlagshaus 2009
    ISBN: 978-3-579-06478-9