Eine Weile nichts tun, nur absichtslos da sein,
heißt wach werden für die Sättigung Gottes.
Johannes vom Kreuz (1542-1592)

Kursprogramm

Grundlagen des Konfliktmanagements

Konflikte tauchen in unserem beruflichen und privaten Alltag auf. Für ein gelungenes privates und professionelles Konfliktmanagement ist es hilfreich, die eigenen Werte zu kennen und ihre Grundlage benennen zu können. Dieses Seminar bietet Teilnehmer*innen einen Rahmen für ethische Entscheidungsfindung im persönlichen und beruflichen Kontext. Anhand von grundlegenden ethischen Theorien, Fallbespielen aus der angewandten Ethik und spezifische Aufgaben, klären die Teilnehmer*innen ihre persönlich-professionellen Werte und entwickeln Strategien für ihre ethische Integrität.

Am Ende des Seminares können die Teilnehmer*innen:

  • Ethische Grundlagen für ihre Entscheidungen benennen und kommunizieren.
  • Die grundlegenden Zusammenhänge von ethischen Themen und einem gelingenden Konfliktmanagement erkennen.
  • Die eigene Rolle im beruflichen und privaten Kontext und das persönliche ethische Konzept in Beziehung setzen und dadurch eine individuelle Lösung für Konflikte entwickeln.

Methoden:
Theorieinput, Fallbeispiele, Gruppenarbeit, Diskussion, Übungen

Begleitung: P. Andreas Müller, Dipl. Theol., Master of Nonprofitmanagement (DePaul University Chicago), Lehrbeauftragter für Konfliktmanagement im Institut für Didaktik und Studienerfolg der Hochschule Bochum
Datum: Mo. 20. März 2023 10:00 Uhr - Di. 21. März 2023 17:00 Uhr
Kosten: Kurs 100,00 € / Pension 106,00 €

  • Johannes vom Kreuz

    Johannes vom Kreuz (1542-1591) ist einer der großen Meister karmelitanischer Spiritualität.

    In seinen Werken beschreibt er den Prozess der Einswerdung mit Gott als einen Weg des Loslassens, der durch die dunkle Nacht unserer Zweifel und Ängste, unserer Selbstbehauptung und Egozentrik hindurch zur göttlichen Liebe führt – sie ist Sinn, Ziel und Erfüllung unserer menschlichen Sehnsucht.

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    Die dunkle Nacht

    In einer dunklen Nacht
    von Sehnsucht getrieben, in Brand gesteckt von Liebe,
    - o glückliche Fügung! -
    entfloh ich, ohne bemerkt zu werden,
    als schon das Haus um mich in Stille lag,

    im Dunkeln, sichren Fußes
    über die geheime Leiter, tief ins Gewand gemummt,
    - o glückliche Fügung! -
    im Dunkeln und wachsam angespannt,
    als schon das Haus um mich in Stille lag,

    in jener glückseligen Nacht,
    heimlich, daß mich niemand sah
    - auch ich selbst nahm nichts wahr -,
    ohn’ andres Licht, den Weg zu leuchten,
    als das nur, das im Herzen brannte;

    das führte mich
    sichrer als das Licht der Tagesmitte
    dorthin, wo mich erwartete,
    um den so tief ich weiß,
    dorthin, wo niemand uns belauerte.

    O Nacht, die du den Weg geleuchtet!
    O Nacht, liebenswerter als das Morgendämmern!
    O Nacht, die du zusammenbrachtest
    den Geliebten und die geliebte
    in den Geliebten umgestaltete Geliebte!

    An meiner Brust, aufgeblüht zu neuem Leben,
    die nur für ihn sich aufbewahrte,
    da ruht’ er schlafend,
    und ich liebkoste ihn,
    und Zedern fächelten ihm Wind.

    Der Wind von den Zinnen her
    - als zärtlich er sein Haar durchwehte -
    mit seiner sanften Hand
    streifte meinen Hals,
    und alle meine Sinne schwanden.

    Ich blieb und ich vergaß mich,
    das Antlitz neigt’ ich über den Geliebten,
    alles um mich verlosch, ich ließ mich los,
    ließ los meine Sorgen,
    zwischen den Lilien war es vergessen.

    ( Johannes vom Kreuz)

    Übersetzung: Reinhard Körner