Gott gibt ja oft in einem Augenblick mehr,
als wir in langer Zeit erringen können.
Teresa von Avila (1515-1582)

Brüderlichkeit - Einsam und Gemeinsam

Karmeliten sind von ihrem Ursprung her „Einsiedler in Gemeinschaft“. Wir versuchen die zwei unerlässlichen und sich gegenseitig bedingenden Pole des Menschseins zu leben. Zum einen geht jeder seinen einmaligen und unverwechselbaren Weg. Und doch brauchen wir einander, um uns gegenseitig zu inspirieren und zu korrigieren. Der Respekt, den wir einander entgegenbringen, beruht nicht so sehr auf Arbeit und Fähigkeit des Einzelnen, vielmehr betrachten wir uns alle als Abbild Gottes und helfen uns so, unsere Persönlichkeit in Freiheit und eigener Verantwortung zu entfalten.

Unser brüderliches Leben verwirklicht sich auf ganz unterschiedliche Weise: im Stundengebet, in der Eucharistie, in gemeinschaftlichen Gesprächen, in der Zusammenarbeit sowie beim gemeinsamen Essen und Feiern.

Vor allem im Zusammenleben zeigt sich, ob wir unseren geistlichen Weg wirklich authentisch gehen, denn die konkret geliebte Liebe ist der einzig wirkliche Maßstab für unseren Glauben.

  • Stille

    Sich loslassen – alle Gedanken, Gefühle, Bewertungen und eintreten in den heiligen Raum der göttlichen Gegenwart in unserer innersten Mitte, die unser Leben lenkt und mit ihrem Klang erfüllen will …