Gott gibt ja oft in einem Augenblick mehr,
als wir in langer Zeit erringen können.
Teresa von Avila (1515-1582)

Gebet - Leben in Freundschaft mit Gott

In der Tradition des Karmel ist das Gebet vor allem Beziehung. Die Mystiker des Karmel haben zu allen Zeiten erkannt, dass Gott verliebt ist in den Menschen. Er liebt ihn bis zur Torheit und gibt sich selbst dem Menschen hin.

Wir pflegen die verschiedenen persönlichen und gemeinschaftlichen Formen des Betens, vor allem die Betrachtung der Hl. Schrift (Lectio Divina), das Psalmengebet, die Feier der Eucharistie und die Meditation.

Gebet ist unsere Antwort auf die Liebe Gottes, die uns immer zuvorkommt. Wir treffen uns dreimal täglich zum gemeinsamen Gebet. Es ist uns außerdem wichtig, in unserem Tagesablauf genügend Zeit für persönliche Begegnung mit Gott zu haben. Stille spielt dabei eine große Rolle. Besonders die Stille ermöglicht es, Gottes Liebe und Gegenwart in besonderer Weise zu erfahren und

„mit ihm zusammen zu sein, wie mit einem Freund“ (Teresa von Avila).

  • Stille

    Sich loslassen – alle Gedanken, Gefühle, Bewertungen und eintreten in den heiligen Raum der göttlichen Gegenwart in unserer innersten Mitte, die unser Leben lenkt und mit ihrem Klang erfüllen will …