Die Grenze seiner Liebe ist, dass sie keine hat.
Thérèse von Lisieux (1873-1897)

Priesterweihe von Br. Severin Tyburski O.Carm.

v.l.n.r.: Br. Severin, Bischof Peter Kohlgraf u. Provinzial P. Peter Schröder Priesterweihe von Frater Severin Tyburski in Mainz

Unser Mitbruder Severin Tyburski wurde am 8. August 2020 um 11 Uhr, durch Bischof Dr. Peter Kohlgraf, im Mainzer Dom zum Priester geweiht, der ihn bereits zum Diakon geweiht hatte.

Frater Severin Tyburski, geboren 1989 in Heydebreck-Cosel (Polen), verbrachte seine ersten Lebensjahre in Weidenberg bei Bayreuth.
2010 trat er in die Deutsche Provinz der Karmeliten ein. Sein Noviziat machte Severin im Kloster Aylesford, südlich von London, England – sein Studium in Mainz und Regensburg.

Eine Liturgie in Zeiten von Corona
Die Bedingungen für die Priesterweihe waren erschwert. Dies wurde daran deutlich, das zum einen das Datum für die Weihe nicht frei gewählt werden konnte. Zum anderen durften im Mainzer Dom nur 50 Teilnehmer*innen, die Liturgie mitfeiern. Unter den Gästen waren Mitbrüder, Freunde und Bekannte.

Glaubenserfahrung als Grundlage von Kirche heute
In seiner Predigt stellte Kohlgraf heraus, dass viele sich heute von der Kirche abwendeten, insofern sie dort nur Traditionen und komplexe Theorien vorfänden. Diese machten die Kirche nicht interessant. Dazu sei es vielmehr notwendig, Glauben zu leben. Zu einem gelebten Glauben gehöre folglich dazu, Erfahrungen zu machen: Dass es beispielsweise gut sei, Teil einer Glaubensgemeinschaft zu sein und an Gott zu glauben. Der Bischof entwickelte den Gedanken ausgehend vom vielzitierten Satz Karl Rahners: Der „Fromme (=Christ) von morgen“ werde ein „Mystiker“ sein, einer, der etwas erfahren hat – oder er wird nicht mehr sein. Kohlgraf wies zudem darauf hin, dass wir als Kirche, die Gründe zu Glauben, suchen und kennen müssten, um überzeugen zu können. Hierbei sei das Teilen von Glaubenserfahrungen, auch mit den Zweifeln und Widerständen, oft wichtiger als eine kluge Argumentation.

Bestärkung zum Dienst
Zu Beginn des Gottesdienstes wurde Severin von Provinzial P. Peter Schröder vorgestellt. Seine Antwort, "Hier bin ich" war im Dom zu Mainz von den Mitfeiernden zu hören. Nach der Predigt wurde Severin von Bischof Kohlgraf befragt, ob er den Dienst als Priester auf sich nehmen und ein Leben lang erfüllen wolle. Dabei versprach er "dem Bischof und seinem Oberen" Gehorsam. Bei der folgenden Allerheiligen-Litanei, bei der Frater Severin auf dem Boden lag, sangen (Corona bedingt) allein eine Schola, bestehend aus dem Mainzer Karmel-Konvent und einer Kantorin, im Wechsel. Die Litanei ist eine Bitte um Beistand und Hilfe für den Weihekandidaten, gerichtet an Gott und seine Vollendeten (Heiligen). Zum Zeichen der Weihe legte ihm der Bischof und im Anschluss daran alle anwesenden Priester, in Stille die Hände auf. Mit dem neu angelegten Messgewandt, der Ausbilder P. Dr. Michael Plattig war hierbei behilflich, salbte Bischof Kohlgraf die Hände von Frater Severin mit Chrisam, um die Stärkung für den Dienst am Volk Gottes zu verdeutlichen. Brot und Wein überreichte der Bischof an den Neupriester mit den Worten: "Empfange die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes."

Bei der anschließenden Eucharistie stand Severin zum ersten Mal als Konzelebrant am Altar, aufgrund der Corona Maßnahmen mit eigenem Kelch und Schale – und der Bischof erteilte am Ende des Gottesdienstes, vom Altar aus den feierlichen Schlusssegen.

Nach dem Gottesdienst nahmen viele Verwandte, Freunde und Weggefährten im Karmeliterkloster Mainz die Gelegenheit wahr, Glückwünsche auszusprechen.
(Text: P. Lorenz v. Rickelen)

Fotogalerie: Priesterweihe von Br. Severin Tyburski O.Carm.


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